Rock'n'Roll

Heiße Rock'n'Roll Rhythmen, glitzernde Kostüme, Dynamik, Risiko und Ästhetik sind die Charakteristika dieser Sportart. Damit liegt der Rock'n'Roll voll im Trend und die Zuschauerzahlen sprechen für sich. Masters-Turniere, World-Opens, und Titelkämpfe locken international immer tausende Begeisterte in die Sporthallen...

Salti, Todessprünge und Rotationen müssen die Aktiven beherrschen; der Tanz muß virtuos sein und der Vortrag sollte leicht und spielerisch auf das Publikum wirken. Für dieses Ziel trainieren die Athleten bis zu 20 Stunden in der Woche, stemmen Gewichte und üben Tanzschritte und synchrone Bewegungen hundertemale vor Spiegelwänden...

Seit 1976 wird der Rock'n'Roll Sport auch in Österreich betrieben: Derzeit gibt es 6 verschiedene Tanzklassen im Paartanzsport sowie 5 verschiedene Tanzklassen bei den Formationen, die sich nach Altersklassen und hauptsächlich im Schwierigkeitsgrad der erlaubten Akrobatikelemente, der Taktanzahl und der Länge der Musik voneinander unterscheiden.

Boogie-Woogie

Die Musik

Die Bezeichnung "Boogie Woogie" stammt von Clarence Pinetop Smith 1928 aufgenommenen Pinetop's Boogie Woogie. Ursprünglich wurde Boogie Woogie nur solo auf dem Klavier gespielt. Auf die von der linken Hand gespielten ostinaten Figuren (Rolling Bass oder Walking Bass) bauten die aus gleichmäßigen Achtel-Noten bestehenden Melodien der rechten Hand auf. Die Melodieführung ist von off-beat-Phrasierung, Trillern und Tremolos geprägt. Die Boogie-Woogie Form bietet ein breites Spektrum von melodischen und rhythmischen Figuren an, die von einfach bis komplex variieren können. Neben dem zwölf Takte Schema gibt es auch Schemata mit acht Takten oder anderen Längen. Der Erfolg dieser Musik begann mit Meade Lux Lewis' "Honky Tonk Train Blues" (1927). Eine Rundfunkübertragung aus dem Sherman-Hotel in Chicago (1939), der auch Pete Johnson und Albert Ammons beiwohnten, war ebenso eine Sensation, wie ihr Auftritt in John Hammond's "From Spiritual to Swing"-Konzert vom 23.12.1939.

Der Tanz

Der Boogie-Woogie ist wie der Blues ein Tanz nach Jazz und eine Bezeichnung für einen Musikstil, dem ein bestimmter Rhythmus (4/4 Takt) zugrunde liegt. Viele von Ihnen, können sich sicherlich noch an die Namen "Swing", "Jitterbug" und "Rock'n'Roll" erinnern. Schon damals tanzten die Fans dieser Tänze ihre Schritte mit einer Besessenheit, dass einem angst und bang wurde. Fast akrobatisch mutete es an, wenn die Damen über die Schulter geworfen wurde. Auch Hüftzüge waren nicht selten zu sehen. Jeder dieser Tänzer war glücklich, wenn er mit seiner Partnerin wieder einen neuen "Wurf" ausgeklügelt hatte. Neidvoll sahen ihnen die Anderen zu. Das dieser nicht der Stil des Gesellschaftstanzes war, konnte auch der am Rande stehende kritische Betrachter feststellen. Man suchte und fand eine Form, die den Boogie-Woogie gesellschaftsfähig machte. In den letzten Jahren begann der Boogie-Woogie seinen zweiten Siegeszug. Aber diesmal etwas anders: die Besessenheit bei den Schritten ist geblieben, die akrobatischen Figuren werden jedoch nicht mehr getanzt. Somit wurde er zu einem Tanz für Alt und Jung.

Lindy-Hop

Lindy Hop (anfänglich als "Hop" bezeichnet), hatte seine Geburtsstunde in den 20er Jahren im New Yorker Ballroom Savoy. Der Name "Lindy" wurde erst 1927 im New Yorker Savoy Ballroom vom legendären Tänzer "Shorty" George Snowden dem "Hop" hinzugefügt - angeblich zum Gedenken an Lindbergh's berühmten Flug über den Atlantik.

Swing/Lindy- und Jitterbug-Dancing, wie auch die Swing-Musik wurde bis Mitte der 30er Jahre ausschliesslich von African-American's geprägt und beeinflusst. Zwei Tanzstile konnten unterschieden werden: Frankie Manning's Savoy Style und Dean Collin's Hollywood Style.

Erst im Laufe der 30er Jahre wurde auch die weisse Bevölkerungsschicht auf jenen begeisternden und energiegeladenen Tanzstil aufmerksam. Sie bezeichneten diesen Tanz oftmals als "Jitterbug" (jittery=nervös).

Lindy Hop wurde von Charleston, traditionellen West Afrikanischen, aber auch von europäischen Tänzen geprägt. So erklärt sich, dass sich Lindy Hop nicht nur auf Paartanz beschränkt, sondern durchaus individuelle Solos und Linientanz hervorbringt.

Der Lindy Hop ist der Vorgänger des Boogie Woogie, wird jedoch viel 'schwärzer' getanzt. Tief in den Knien stehen, Oberkörper nach vorne, viel Lachen und los geht's. Er ist ein echter Social Dance. Das bedeutet: Spaß ist wichtiger als Können, und Zweisamkeit geht vor Einsamkeit. Die Zeitschrift „Der Spiegel“ titulierte den Lindy Hop sehr treffend als Heirat für drei Minuten.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lindy_Hop

Balboa

Was ist Balboa?

Balboa ist ein Paartanz, der erstmals in den 1930er- und 1940er-Jahren in Mode war und sich auch heutzutage wieder einiger Beliebtheit erfreut; so ist er auf vielen regulären Swing- und Boogie-Camps fester Bestandteil im Programm.

Ursprünglich wurde Balboa in meist 8 Zählzeiten (8-Count) in geschlossener Tanzhaltung getanzt und war durch trickreiche Fußarbeit gekennzeichnet.

Balboa ist vor allem ideal bei voller Tanzfläche und macht Tanzen auf schnelle Musik besonders leicht, funktioniert aber auch bei langsameren Tempi. Bereichert um Drehungen, wie bei Boogie und Swing, wird Balboa zum Bal-Swing und besonders abwechslungsreich.

Grundformen

Pure Balboa: Diese Version der Balboas wird sehr eng und mit viel Variation der Schritttechnik getanzt. Die Hauptschritttechniken beinhalten den single-time Balboa, double-time Balboa und triple-time Balboa.

Bal Swing: In dieser Form öffnet das Paar die sehr enge Tanzhaltung, um Drehungen und Spins zu tanzen. Nach einer Figur kommt man wieder in die enge Haltung, d.h. wieder in die Pure Balboa Form.

Körperbewegung

Die Tänzer stehen sehr eng zusammen und berühren sich fast von der Hüfte bis zur Schulter. Diese Haltung macht es sehr einfach mit dem Körper zu führen und ermöglicht sehr schnelle Drehungen und Figuren.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Balboa_(Tanz)

Charleston

Beim Charleston handelt es sich ursprünglich um eine Jazz-Melodie aus dem Broadway-Negromusical "Running Wild", die ab 1923 um die Welt ging und auch in Deutschland eine Lawine auslöste. Er wurde nach der Hafenstadt Charleston in South Carolina benannt, von wo schwarze Hafenarbeiter den Tanz nach New York brachten. Bekannt wurde der Tanz in Europa 1925 durch Josephine Baker (mit ihrem berühmten Tanz im Bananenröckchen). Der Tanz wird einzeln getanzt und verlangt beherzten Einsatz von Hüfte und Beinen.

Eine Tanzbeschreibung von 1925 führt an: "Der Torso zittert, dazu die Bewegungen der Hüften, Schenkel und Hinterbacken. Auch die Hände sind aktiv, sie berühren alle Teile des Körpers wie in Ekstase. Dazu kommen die abwechselnden X- und O-Beine, damit verbunden die nach außen und innen gedrehten Knie und Füße. Der Tänzer kann seinen Rücken beugen oder gar in Hockstellung gehen." Schnelligkeit der Bewegungen waren wegen der bis zu 148 Rhythmen pro Minute (normaler Tanz höchstens 80-78) notwendig.

Schritte: Charleston Basic: rock left, step right, kick left, step left, kick right, knee right, kick back right, step right

Der Lindy Hop (einer der wichtigen Swing Tänze) hat viele Elemente des Charleston übernommen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Charleston_(Tanz)

Shag

Der Shag war ein Modetanz in den 1930er und 1940er Jahren, der meist ebenso wie der Balboa auf schnellere Musik getanzt wurde. Zunächst entwickelte sich aus dem Lindy Hop auch der Lindy-Shag. Als "Collegiate Shag" entstand der Tanz in den 1920er Jahren in New Orleans durch junge Tänzer im College-Alter, die ihn zu Ragtime-Jazz tanzten.

Seine Kennzeichen waren kleine, schnelle Schritte und eine enge Körperhaltung. Er wurde von den Paaren zu flotter Swingmusik praktiziert. In teilweise sehr enger Paartanzhaltung konnte man dabei, ausgehend vom Grundschritt: step- hop- step-hop -run- run auch volle Tanzflächen besuchen. Besonders beliebt war der Tanz bei Jugendlichen, die dann oft spiegelverkehrt (mirror-moves) zu 120 Takten pro Minute (bpm) die gleichen Schritte ausführten.

Im Süden der USA galt der Shag, der auch unter den Namen Carolina Shag (eher verswingt) und St. Louis Shag (sehr schnell), sowie der Kansas-City-Shag bekannt wurde, als der Swingtanz schlechthin. Auch der Prep Step ist eine Shag Variante.

Der Arthur Murray Shag ist allerdings eher ein Teil des East Coast Swing und kam Mitte der 1950er Jahre in Mode und hat nichts mit den Shags der dreißiger Jahre gemein.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Shag_(Tanz)

Shim Sham

Shim Sham oder Sham ist eigentlich Teil einer Stepptanz-Schrittfolge. Sie soll von Leonard Reed erfunden sein, der sie Goofus nannte, oder von Willie Bryant. Heute (Stand 2005) ist Shim Sham eine Art Reihentanz (Linedance), der an die Ursprünge des Swing erinnert.

In den spätern 1920er Jahren und in den 1930ern kamen am Ende einer Vorstellung alle Musiker, Sänger und Tänzer auf die Bühne und tanzten zusammen Shim Sham. Jeder tat es, so gut er oder sie konnte. Die Stepptänzer tanzten jedoch sehr fantasievolle Variationen.

So gibt es nicht „eine“ gültige Shim Sham-Choreografie, sondern viele verschiedene. Wenn man eine Personengruppe Shim Sham tanzen sieht, vor allem, wenn die Teilnehmer aus unterschiedlichen Orten kommen, bemerkt man viele ähnliche Schritte mit einigen davon abweichenden und sogar etlichen improvisierten. Eine Variante ist sehr bekannt und kann von jedem, der nur ab und zu tanzt, leicht gelernt werden. Zwei andere – eine von Frankie Manning entwickelt und eine andere von Dean Collins – sind komplizierter, und es braucht einige Übung für sie.

Shim Sham ist ein Tanz mit 10 Schrittfolgen, die jede vier Takte dauern. So wird eigentlich nur der erste Teil eines Songs verwendet. Jeder wechselt am Ende des choreografierten Teils zu normalem Swing. Shim Sham kann zu fast jedem Song mit einem mittleren Tempo getanzt werden. Eine andere Möglichkeit ist der Shim Sham-Song (gespielt vom Bill Elliot Swing Orchestra), in dem alle Wechsel an der richtigen Stelle vorhanden sind. Aber die Band ruft oft zwischendurch: „Freeze!“ (jeder hört auf zu tanzen) und: „Dance!“ (jeder bewegt sich erneut), einfach nur als Abwechslung.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Shim_Sham

Swing

Der Swing ist eine Tanzrichtung, die circa ab 1930 in den USA groß geworden ist und mehrere Arten umfasst.

Die ursprüngliche Variante stammt aus dem Tanztempel Hotel Savoy in Harlem (New York) und wurde von den Whiteys Lindy Hoppers in den gesamte USA verbreitet. Diese Variante wird als Lindy Hop (nach Charles Lindbergh, dem 67. Überquerer des Atlantiks, erster Nonstop-Flug New York-Paris) oder Savoy-Style Swing bezeichnet. Auf dem Weg durch die Lande wurden Einflüsse anderer Tänze wie Shag aufgenommen. Die bekannteste Variante ist der Hollywood-Style Swing.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Bezeichnungen wie Jitterbug und Boogie-Woogie auf, die ebenfalls nur Variationen desselben Tanzes bezeichneten. Mit Rock 'n' Roll und Disko-Kultur und dem Niedergang der Big-Bands wurde auch der Swing zunehmend weniger getanzt. Reste hielten sich im East- und West Coast Swing in den USA, im LeRock in Frankreich und Großbritannien. Im Jive, einen der fünf Lateinamerikanische Tänze, wurden einige der Grundelemente des Swing für den europäischen Turniertanz normiert.

Seit etwa 1985 gibt es (in einer erstaunlichen Parallele zum argentinischen Tango) ein Lindyhop-Revival, welches in Europa von Schweden ausgeht. Dort wird auch einer der alljährlichen internationalen Swinghöhepunkte, ein 4-wöchiger Swing-Workshop in Herräng, veranstaltet.

Der Swing wird auf 6 ("six-count", v. a. East-Coast Swing) oder auf 8 ("eight-count", v. a. Charleston) Zählzeiten getanzt. In den meisten Swing-Richtungen sind sowohl six-count als auch eight-count Schritte möglich. Einige wichtige Figuren sind Swing-Out, Lindy-Circle und Charleston.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Swing_(Tanz)